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Wichtige Stichworte dieser Seite:

Salze
Salpeter
Keller abdichten
Horizontalsperre
aufsteigende Feuchtigkeit

FAQ

Was tun gegen Salzausblühungen im Keller?

Das Problem: Die Wand ist feucht, zunächst platzt nur die Farbe ab, dann der Putz. Ein weicher, weißer Flaum wächst auf der Wand. Nach und nach bröselt der Mörtel aus den Fugen bis in ganz extremen Fällen die einzelnen Steine so weit gelockert sind, dass man sie mit bloßen Händen aus der Mauer lösen kann.

Das hydro-STOP Expertenteam antwortet:

Das oben geschilderte Problem ist Folge einer unzureichenden oder nicht mehr intakten Kellerabdichtung oder auch einer nicht funktionierenden Horrizontalsperre. Über Jahre (oft Jahrzehnte) hinweg ist Feuchtigkeit in die Kellerwand eingdrungen. Da die Wand von außen nicht oder nur unzureichend durch eine alte meist zu dünne Abdichtung geschützt ist, dringt Wasser von außen ein, wandert durch die Wand und verdunstet auf der Innenseite. Im Wasser gelöste Salze bleiben an der Oberfläche zurück und bilden den schon besagten weißen Flaum. Dabei entstehen zwei Probleme: Erstens erhöht das stark hygroskopisch wirkende Salz die Grundfeuchtigkeit des Mauerwerks bzw. des Betons und zweitens nimmt das auskristallisierende Salz zunehmend mehr Platz in Anspruch. Daher sprengt das Salz durch seine enorme Volumenzunahme den Putz von der Wand. Ist dieser nicht mehr vorhanden, setzt sich dieses Phänomen in den Mörtelfugen fort (die Fugen sind weicher und wasserdurchlässiger als der Stein). Die jeweils oberste Schicht springt ab. Für den Laien sieht es so aus als würden die Fugen versanden. Dabei sind es nur die Zementleimbindungen, die das Salz zerstört und so die einzelnen Sandkörner des Mörtels voneinander löst.

Zum Abspielen des Films bitte F5 drücken.

Was tun gegen Salze? - Lassen Sie es erst gar nicht soweit kommen! Einmal vorhandene Salze wird man praktisch nicht mehr los. Es gibt zwar einige eher theoretische Lösungswege, die im Labor sicherlich funktionieren mögen, in der Praxis jedoch zum scheitern verurteilt sind.
In der Praxis wird das Problem bei besonders erhaltenswerten Immobilien oft folgendermaßen gelöst: Da das Salz nur dort kristallisiert, wo Wasser verdampft, werden die betroffenen Wände regelmäßig neu verputzt. So lässt sich vermeiden, dass auch die Fugen angegriffen werden. Dies ändert allerdings nicht, dass weiterhin der Putz abspringen wird (deshalb auch "Opferputz" genannt), sondern verhindert lediglich, dass weitere Schäden durch Verlagerung der Verdunstungsebene in den Bereich des Mauerwerks entstehen. Dies bedeutet jedoch, dass mindestens alle fünf Jahre ein neuer Putz nötig wird und der Keller die meiste Zeit verwahrlost aussieht.

Besser ist es, Problemen mit bauschädlichen Salzen durch eine fachgerechte Kellerabdichtung entgegen zu wirken bzw. zu handeln bevor es zu spät für eine sinnvolle Sanierungsmaßnahme ist. Es ist zwar immer irgendetwas machbar, aber je größer der Schaden, desto teurer ist die Sanierung. Zu dem Thema, welches Verfahren - das klassische oder das Injektionsverfahren - für Sie das Richtige ist, beraten unsere Partner Sie gerne aus führlich.
Ein abschließend (nach der Sanierungsmaßnahme) auf die durch das Salz beschädigten Flächen aufgetragender spezieller Sanierputz hilft die Wände wieder dauerhaft unversehrt aussehen zu lassen. Durch seinen hohen Luftporengehalt verschiebt er zum einen die Verdunstungsebene, da diese die Kapillarwirkung durchbrechen, und zum anderen bietet er dem in der Wand verbliebenen Salz Raum auszukristallieren ohne weiteren Schaden anzurichten.

Mehr zum Thema Salz finden Sie im Themenbereich Keller.

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